Irgendwie ist diese Umsetzung völlig an mir vorüber gegangen. Für kleines Geld habe ich mir das Game nun endlich uncut geholt, und was soll ich sagen: Das hätte ich nicht erwartet. Das Wolverine-Spiel aus dem Jahr 2009 ist auch heute noch absolute BOMBE. Am Wochenende habe ich das Game nach ca. 10 Spielstunden abgeschlossen, und ich bin echt begeistert. Deswegen muss ich auch noch ne Review zu diesem Titel schreiben, denn vielleicht gibt es einige, die sich das Game bislang nicht geholt haben, oder an denen es ebenfalls irgendwie vorbei gegangen ist...
X-Men Origins Wolverine ist ein reinrassiger Action-Reißer, der sich größtenteils an der filmischen Vorlage orientiert, ohne diese quasi 1:1 ‚nachzuspielen‘. Dafür sind alle maßgeblichen Bosskämpfe im Spiel enthalten, und diese sind wirklich gut inszeniert. Die meiste Zeit verbringt man allerdings damit, sich durch die exzellent designten Level zu kämpfen und Horden an Feinden niederzumachen. Neben der Standard-Schlitzerattacke (mit seinen Klauen) oder der Möglichkeit, Feinde zu packen und durch die Gegend zu schleudern, kann Wolverine auf diverse Spezialattacken zurückgreifen. Durch die berüchtigte ‚Sturzflug-Attacke‘ kann er zudem auch weiter entfernte Gegner überfallartig ausschalten und sich zugleich in Sekundenschnelle hin und her bewegen und ggfs. zu ansonsten nicht erreichbaren Orten vordringen. Defensiv-Maßnahmen stehen ebenfalls zur Verfügung, und so ergeben sich aus einer an sich simplen Steuerung viele Möglichkeiten, die das Gameplay und somit v.a. die Dynamik der Massenvernichtung ungemein bereichern und mit einem Spielwitz versehen, der den Spieler immer wieder zu Jubelstürmen veranlasst, wenn die Körperteile durch die Gegend fliegen. Stets erfrischend fand ich es beispielsweise, Gegner an diversen Vorrichtungen in der Levelstruktur zu pfählen oder diese mal eben in einem Betonmischer zu verstauen. Muahaharrrr…. Auch der Abwechslungsreichtum ist gegeben. Zwar geht es zumeist linear durch die Levels, aber die verschiedenen Gegnertypen, die variable Herangehensweisen erfordern, immer mal wieder eingestreute kleinere Rätsel- und Klettereinlagen, Sammlerobjekte und die Möglichkeit, Wolverines Fähigkeiten durch XP-Levelaufstiege zu optimieren, sorgen für kontinuierliche Motivation. Zugegeben: Der normale Schwierigkeitsgrad wird einen nicht zur Verzweiflung bringen, aber gerade deswegen lässt er den Spieler angenehm gefordert vorankommen. Nach dem ersten Durchspielen wird dann ein weiterer Schwierigkeitsgrad freigeschaltet. Noch ein Wort zur Grafik: Bei Wolverine kommt die Unreal3-Engine zum Einsatz. Nun ist das Game schon paar Jährchen alt, die Grafik ist aber immer noch ansehnlich, wie ich finde, auch wenn sie natürlich nicht mit aktuellen AAA-Titeln mithalten kann. Die Bewegungen von Wolverine und den Gegnern wirken ab und an ein wenig steif, was aber den Spielspaß bei mir in keinster Weise gebremst hat.
Fazit: Value for Money wird hier groß geschrieben. Wer für den mittlerweile sehr guten Preis zuschlägt, kann als Action-Fan nichts falsch machen. Das Spiel geizt zudem nicht mit derben und allgegenwärtigen Splattereinlagen. So werden auch Gorehounds vollumfänglich bedient.
Ach ja… Das Schlusswort hat natürlich Wolverine: ‚You boys have guts… too bad they‘re all over the floor.‘
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