Zunächst muß ich vorausschicken, daß ich ein absoluter Fan von Wizardry 7 bin (die DOS-Version in 300 Stunden durchgespielt) und D.W.Bradley mein Held war (ist?) *g*.
Umso schwieriger ist der Einstieg in Dungeon Lords, da einen anfangs alles abschreckt: Allein schon die Animation des Hauptcharakters ist fast ein Witz (allerdings kein guter). Und die Menüführung nervt furchtbar: z.B. bietet das Spiel nach dem Ableben NICHT an, den letzten Spielstand zu laden, sondern man muß umständlich ins Hauptmenü zurück, mit widerlich lautem Scheppern (bei dem man jedesmal die Lautstärke zurückdrehen muß) öffnet sich dann das "Tor", und dann erst darf man das Spiel laden. Dies ist eine absichtliche "Strafe" für den Spieler, da dieser offenbar gezwungen werden soll, sich im Spiel zu resurrecten (Taste "r"). Da dies aber die Stats reduziert und Erfahrungspunkte abzieht, wird dies kaum jemand jemals in Anspruch nehmen ... also jedesmal zurück ins Hauptmenü mit furchtbar nervig lautem "Geratter".
Wenn man 10 mal in Folge stirbt und laden muß, nervt die Prozedur wirklich gewaltig.
Außerdem macht das Spiel einen unfertigen Eindruck, es fehlen Soundeffekte bei Monstern und beim Öffnen der Schatztruhen, etc.
Davon abgesehen macht das Spiel dann aber doch Spaß ... nach einigen Stunden scheint das Genie von D.W.Bradley irgendwie doch noch durch.
Mir gefällts mittlerweile und ich muß sagen, daß es schon einen ganz eigenen Charme besitzt. Insofern sollte man sich von den anfänglichen Äußerlichkeiten nicht abschrecken lassen.
Trotzdem - um es zu genießen, sollte man ein RPG-Fan der alten Schule sein, sonst ist man bei Gothic 2 (gerade gesehen um 10 Euro) wahrscheinlich besser aufgehoben.
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